Vdrj-preis 2006

VEREINIGUNGDEUTSCHERREISEJOURNALISTEN e.V.

Dr. Helmut Jäger
Reisemedizinische Zentrum Hamburg
Laudatio
Dagmar Gehm, Reisejournalistin „Arbeitsplatz in Traumlage mit Hafenblick“ – so oder ähnlich könnte die Jobbeschreibung gelautet haben, mit der man Dr. Helmut Jäger einst geködert hat. Das war im Jahr 2000, als im altehrwürdigen Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg das Reisemedizinische Zentrum eingerichtet wurde, um überregional Informationen zum Thema Reisegesundheit anzubieten. Aufbau und Leitung übernahm Dr. Jäger. Als ich selber vor einigen Jahren wegen Verdachts auf Malaria dort eingeliefert wurde, meinte ich im Fieberwahn, der liebe Gott wolle mir zu guter Letzt noch diese spektakuläre Aussicht auf Hafen und Elbe gönnen. Gleichzeitig fürchtete ich, auf ewig im Fegefeuer schmoren zu müssen, weil ich es versäumt hatte, mich vor meiner Fernreise über mögliche Prophylaxe schlau zu machen. Der Hölle entronnen zu sein und nun die Laudatio auf Dr. Jäger und das Bernhard-Nocht-Institut - „BNI“ - halten zu dürfen, ist also eine gewisse Ironie des Schicksals. Das Reisemedizinische Zentrum darf zu Recht auch als Kompetenzzentrum gelten. Obwohl jetzt in der Trägerschaft der Universitätsklinik Eppendorf – ist es weiter in fester Kooperation mit dem BNI verbunden. Dazu zählen eine qualitätsgeprüfte Datenbank des Tropeninstituts und die enge Zusammenarbeit mit den entsprechenden medizinischen Experten. Weitere Pluspunkte vergab die VDRJ für Verständlichkeit, Neutralität und wissenschaftliche Überprüfbarkeit. So erhielt das Online-Angebot 2003 als erster deutscher Reiseberatungsanbieter das Qualitätssiegel der schweizerischen Health of the Net Foundation. Die VDRJ ehrt das Reisemedizinische Zentrum wegen der kompetenten, unkomplizierten und unbürokratischen Beratung, um „furchtlos in die Ferne“ starten zu können. Dr. Jäger und sein Team überzeugten die Jury auch durch die enge Zusammenarbeit mit dem Deutschen ReiseVerband, damit die Gesundheitsinformationen aus erster Hand und auf schnellstem Wege zu den Reiseveranstaltern und weiter in die Reisebüros gelangen. Als einzige unabhängig von der Vermarktung pharmazeutischer Produkte reisemedizinische Beratungsstelle versorgt das RMZ Urlauber und Geschäftsreisende mit Informationen zum Thema Reisegesundheit. Quellen und wissenschaftliche Hintergründe werden dabei klar genannt. Denn für den überzeugten Heiler, wie sich Dr. Jäger nennt, ist Abhängigkeit ein Alptraum. Der Jäger ist nicht auf der Jagd nach lukrativen Einnahmen durch die Preisung von Medikamenten, empfiehlt keine prophylaktischen Mittel gegen Hepatitis in Helsinki oder Durchfall in Dänemark, sondern erteilt überraschend praktische Postfach 151402 in 10676 Berlin
Tel/Fax: 07 000 000 VDRJ
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Ratschläge für Ernährung, Klimawechsel, veränderte Hygienebedingungen, Reisen mit Kindern und den Umgang mit dem Jetlag. Der dreifache Familienvater weiß, wovon er spricht. Beim Deutschen Entwicklungsdienst in Tansania, seiner ersten Station langjähriger Aufenthalte in Afrika, musste der junge Geburtshelfer und Gynäkologe unter erschwerten Bedingungen Kinder zur Welt bringen und Operationen durchführen. Auf Messen und Foren überrascht Dr. Jäger mit Symptomen, an die man nicht unmittelbar im Zusammenhang mit Reisemedizin denkt. Mit dem Freizeit-Blues etwa, der nach zwei Tagen aufzutreten pflegt, vorzugsweise am leeren Strand, von dem man vorher so intensiv geträumt hat, aber unter dessen Palmen man plötzlich nichts mehr mit sich anzufangen weiß. „Wie ein ICE, der plötzlich bremst“, beschreibt Dr. Jäger den paradoxen Zustand. Und er hält auch gleich die Lösung parat: Nicht bis zur letzten Minute arbeiten, um dann sogleich die Reise anzutreten. Bei Magen-/Darmproblemen soll ich im wahrsten Sinne des Wortes abwarten und Tee trinken. Und weder zuviel Vertrauen in die Hotelküche setzen noch in „Seppls Bierstüberl“ mehrfach aufgetaute Würstchen verzehren. Stattdessen seit der aus der Kolonialzeit bekannten Devise leben: „Schäl es, koch es oder vergiss es.“ Der erfahrene Gynäkologe nimmt kein Blatt vor den Mund. So empfiehlt er männlichen Alleinreisenden in die Tropen, Kondome lieber von zu Hause mitzunehmen, weil sie vor Ort durch zu starke Sonneneinstrahlung zerreißen könnten. Außerdem vernehmen die Zuhörer, dass ein großes Problem auf Reisen die Atemwegserkrankungen durch Smog in Megastädten darstellt. Und dass in Thailand die meisten Urlauber nicht durch Tropenkrankheiten ums Leben kommen sondern durch Baden im Alkoholrausch und Mopedunfälle. In der Broschüre „Gesundheitsinformation für Ihre Reise“, die Helmut Jäger herausgegeben hat, erfahren die Leser mit Erstaunen, dass die häufigste Ursache für Krankenhausaufenthalte in Reiseländern nicht Infektionskrankheiten sondern Unfälle sind. Vor allem, weil sich die Mehrzahl der Fahrzeuge in Entwicklungs- und Schwellenländern in technisch schlechtem Zustand befindet. Und dann hat er als Arzt tatsächlich einen Info-Kasten mit Sicherheitscheck bei lokalen Kraftfahrzeugen eingeklinkt. Handfest und hautnah. Da heute jeder die Möglichkeit hat, Sir Hillary, Messner, Kammerlander & Co. zu spielen, gibt er selbst Trekkern im Himalaya noch den Ratschlag mit ins Gepäck, bei Höhenkrankheit sofort mit dem Abstieg zu beginnen, da es schon vorkam, dass Trekker beim Warten auf den Helikopter gestorben sind. Da uns aber die Vogelgrippe im Augenblick näher ist als der Himalaya, lautet die häufigste Frage: „Soll ich mir Tamiflu oder Relenza besorgen?“ Dr. Jäger hat die Antwort bereits ins Netz gestellt: „Nein“. Das Reisemedizinische Zentrum hat einfach die Poolposition als Anlaufstelle für die breit gefächertsten Gesundheitsfragen. Auch die Mitglieder des DRV sind voll des Lobes: „Dr. Jäger ist niemand, der durch Hysterie alle verunsichert“, sagt Rainer Hoffmann, Leiter des Krisenmanagements der Rewe-Pauschaltouristik. „Seine Reports bieten aktuelle Unterstützung in unserer Arbeit und eine gute Einschätzung bestimmter Situationen“. Diese Meinung vertritt auch der Geschäftsführer des Deutschen ReiseVerbands, Leonard Reeb: „Regelmäßig erhält der DRV vom Reisemedizinischen Zentrum Zusammenstellungen über aktuelle Gesundheitsprobleme in wichtigen Zielgebieten. Wir machen sie weiten Kreisen zugänglich, damit der Endverbraucher erreicht und für eventuell bestehende Probleme sensibilisiert werden kann.“ Postfach 151402 in 10676 Berlin
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Dr. Jäger ist kein Medizinmann, der laut die Trommel rührt. Für das Reisemedizinische Zentrum nicht und für sich selber erst recht nicht. Es sind die leisen Töne, die er anschlägt, die dafür umso nachhaltiger klingen. Lange hat er Yoga praktiziert, von beruflichem Stress entspannt er durch Meditation, sein Interesse gilt der chinesischen Philosophie. Inzwischen bleibt für diesen besonders aufgeschlossenen Vertreter seiner Zunft zu hoffen, dass wegen finanzieller Bedenken die Gesundheit des Reisemedizinischen Zentrums nicht auf dem Spiel steht und somit die Laudatio 2006 zum Grabgesang gerät. Es wäre schade. Wie sonst könnten wir ohne Risiken und Nebenwirkungen in die Ferne fahren? Ohne diese wandelnde Firewall, die uns gegen gesundheitliche Probleme schützt, diesen medizinischen Grenz-Jäger, der so selten von Krankheiten spricht sondern sagt, dass Angst und Panik ganz schlechte Berater sind? Und der ganz im Gegenteil alle Urlauber und überhaupt die gesamte Branche mit einem einzigen Satz ermutigt: „Reisen trägt zur Gesundheit bei!“ Postfach 151402 in 10676 Berlin
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Source: http://vdrj.de/uploads/media/Jaeger_Laudatio_Gehm_VDRJ-Preis_2006.pdf

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1. (21 pts) There are two bags, Bag A and Bag B, which appear identical fromthe outside. Each bag contains 10 vouchers, with values distributed as shownin the diagram below. You are presented with one of the bags and you drawa voucher from it. Based on the value of the voucher that you drew, you willdecide whether you believe it was from Bag A or Bag B. The null and alternativehypotheses areYo

Dkf200.fm

Journal of Antimicrobial Chemotherapy (2002) 50 , 751–754 DOI: 10.1093/jac/dkf200 Evidence for the efficacy of artesunate in asymptomatic Plasmodium malariae infections Steffen Borrmann1,2*, Nicole Szlezák1,3, Ronald K. Binder1, Michel A. Missinou1,2, Bertrand Lell1,2 and Peter G. Kremsner1,2 1Medical Research Unit, Albert Schweitzer Hospital, Lambaréné, B. P. 118,

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